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Stoffwechselstörungen

Jeder lebende Organismus nimmt eine Vielzahl von Stoffen auf, verwertet diese zur Energiegewinnung, zum Wachstum und zum chemischen Umbau in andere Stoffe und scheidet bestimmte nicht benötigte oder toxische Substanzen hernach wieder aus. Dieser Prozess der Aufnahme, des Umbaues und der Ausscheidung von Stoffen wird als Stoffwechsel bezeichnet.

Die menschliche Nahrung setzt sich hauptsächlich aus Zuckern (Kohlenhydraten), Fetten (Lipiden) und Eiweissen (Proteinen) zusammen. Hinzu kommen Mineralstoffe, Vitamine und andere Spurenelemente.

Abweichungen der normalen Verwertung dieser Nahrungsbestandteile werden unter dem Begriff der Stoffwechselstörungen zusammengefasst.

Besonders häufig und daher in unserer Zivilisationsgesellschaft von hoher Bedeutung sind Störungen des Kohlenhydrat- Harnsäure- und Fettstoffwechsels. Diese Störungen manifestieren sich in vielen Fällen erst im mittleren bis höheren Lebensalter. Hieraus ergeben sich Aspekte, durch zielgerichtete Anti-Aging Strategien diese Stoffwechselstörungen günstig zu beeinflussen, zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern.

Die meist anzutreffende Störung des Kohlenhydratstoffwechsels ist der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Fettstoffwechselstörungen äussern sich vorwiegend in übermäsigen Erhöhungen einzelner oder mehrere Blutfettspiegel. Diese werden zusammenfassend als Hyperlipidämien oder Hyperlipoproteinämien bezeichnet. Harnsäureerhöhungen (Hyperurikämien) entstehen meist durch fehlerhafte Ernährung, vor allem bei bestehender genetischer Veranlagung.

Eine abnorme Übergewichtigkeit (Adipositas) ist in vielen Fällen mit den vorgenannten Stoffwechselstörungen vergesellschaftet und wirkt sich verschlechternd auf die jeweilige Stoffwechselsituation aus. 

Neben weiteren Faktoren können unter anderem auch Hormonstörungen, z.B. Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Erkrankungen der Nebenniere den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel sowie das Körpergewicht beeinflussen.

Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und abnorme Gewichtserhöhung wirken sich vor allem nachteilig auf Herz, Kreislauf und Blutgefässe aus. So fördern diese Erkrankungen die Entstehung von Bluthochdruck (Hypertonie), vorzeitiger bzw. übermässiger Gefässverkalkung (Atherosklerose) und deren Folgekomplikationen, z.B. Herzinfarkt und Schlaganfall.

 

Blutfetterhöhungen

Die  routinemässige Laboruntersuchung der Blutfette beinhaltet eine Bestimmung der Blutspiegel von Cholesterin, Neutralfetten (Triglyceriden) sowie des HDL- und LDL-Cholesterins. Im Falle von Fettstoffwechselstörungen können entweder isolierte Hyperlipidämien vorliegen, d.h. nur Cholesterin oder Triglyceride erhöht nachweisbar sein, oder es kann sich um eine kombinierte Hyperlipidämie mit Erhöhungen des Cholesterins und der Triglyceride handeln.

Im Hinblick auf vorzeitige Gefäss-Schäden infolge Atherosklerose kommt dem LDL-Cholesterin eine besondere Bedeutung zu. Folglich sollte bei der Behandlung von Fettstoffwechselstörungen neben einer Senkung des Gesamt-Cholesterins speziell auch eine ausreichende Erniedrigung des LDL-Spiegels angestrebt werden.

Dem HDL-Cholesterin wird umgekehrt ein Schutzeffekt auf die Blutgefässe beigemessen, welcher sich hemmend auf die Entwicklung einer Atherosklerose auswirkt. Daher sind möglichst hohe Blutspiegel des HDL-Cholesterins wünschenswert. Während eine fettarme Kost und blutfettsenkende Medikamente vor allem zu einer Verringerung des Gesamtcholesterins und des LDL-Spiegels führen, lässt sich eine Erhöhung des HDL-Spiegels vorwiegend auf dem Wege regelmässiger körperlicher Aktivität (Ausdauertraining) erreichen. Zusätzlich bewirken einige blutfettsenkende Medikamente (CSE-Hemmer) tendenzielle Erhöhungen der HDL-Spiegel.

Die Triglyceride haben ebenfalls ein Gefäss-schädigendes Potential; dieses ist allerdings weniger ausgeprägt als dasjenige des Cholesterins.

Als Ursache von Blutfetterhöhungen ist neben einer möglichen genetisch-familiären Veranlagung in den meisten Fällen eine wenig gesunde Lebensführung mit übermässig fettreicher Ernährung und Bewegungsmangel massgeblich. In wenigen Fällen können andererseits schon in jungen Jahren trotz Normalgewichtigkeit und gesunder Lebensweise ggf. ausgeprägte Blutfetterhöhungen bestehen, welche relativ frühzeitig Folgekrankheiten wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle auslösen. Hier handelt es sich um verschiedene relativ seltene Formen angeborener Fettstoffwechselstörungen, welche von den zivilisatorisch bedingten Blutfetterhöhungen streng zu trennen sind. Im Gegensatz zu den ernährunsbedingten (alimentären) Blutfetterhöhungen sind diese seltenen angeborenen Fettstoffwechselstörungen vergleichsweise schwierig und oftmals trotz erheblichem Aufwand nur wenig befriedigend zu behandeln.

Basismassnahme jeder Behandlung von Fettstoffwechselstörungen ist eine angemessene Ernährung in Form einer fettarmen Kost. Dies bedeutet, dass bei den verschiedenen Nahrungsprodukten, soweit verfügbar, jeweils fettreduzierte bzw. fettarme Varianten gewählt werden sollten, so z.B. Magermilch statt Vollmilch, Magerquark, fettarmes Joghurt, Käsesorten mit bis zu etwa 40% Fettanteil, magere Fleischsorten wie Geflügel oder hochwertiges Kalb- bzw. Rindfleisch. Auch sollte auf eine fettsparende Zubereitung der Nahrung geachtet werden (z.B. kochen und dünsten anstelle von braten und frittieren). Speziell im Falle erhöhter Cholesterinspiegel sollte auch der Verzehr von Eiern möglichst eingeschränkt werden.

Hinsichtlich Brotaufstrich sollte im Falle von Blutfetterhöhungen auf ausschliesslich pflanzliche Margarinesorten ohne gehärtete Fettanteile zurückgegriffen werden. Falls zusätzlich eine schwer behandelbare Übergewichtigkeit besteht, sollte ein kompletter Verzicht auf Brotaufstrich erwogen werden, da der Kaloriengehalt von pflanzlicher Margarine in etwa demjenigen herkömmlicher Butter entspricht.

Wenn zusätzlich eine Übergewichtigkeit besteht, trägt auch eine Gewichtsnormalisierung zu einer Reduktion erhöhter Blutfettspiegel bei. Gleiches gilt für eine vermehrte körperliche Aktivität, die sich auch günstig auf die Blutfettspiegel auswirkt und neben Senkungen der Gesamtcholesterin- und LDL-Spiegel auch Erhöhungen des HDL-Spiegels bewirken kann.

Sofern die vorerwähnten nicht medikamentösen Behandlungsansätze keine hinreichende Blutfettsenkung erreichen lassen, sind je nach klinischer Situation und Ausmass der Blutfetterhöhung fettsenkende Medikamente zu verabreichen.

 

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Beim Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist zwischen dem angeborenen juvenilen Diabetes des Kindes- und Jugendalters (Typ I-Diabetes) und dem Erwachsenen-Diabetes (Typ II-Diabetes) zu unterscheiden.

Der Typ I-Diabetes wird auf einen angeborenen Insulinmangel zurückgeführt. Er muss üblicherweise bereits bei seinem diagnostischen Nachweis mit Insulingaben behandelt werden und erfordert eine besonders gewissenhafte und konsequente Blutzuckereinstellung, um frühzeitige gefässbedingte Folgeschäden nach Möglichkeit zu vermeiden. Der juvenile Diabetiker zeigt in der Regel hinsichtlich seiner Konstitution einen normal- bis leicht untergewichtigen Körperbau.

Der Typ II-Diabetes entwickelt sich meisst allmählich über mehrere Jahre, vorwiegend im mittleren bis höheren Lebensalter. Begünstigt wird die Entstehung eines Erwachsenendiabetes bei entsprechender Veranlagung vor allem durch Übergewicht, Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot. Daher kann ein Erwachsenen-Diabetes zum Zeitpunkt seines Nachweises oftmals über mehrere Jahre zunächst mit nicht-medikamentösen Allgemeinmassnahmen behandelt werden; diese beinhalten eine kohlenhydratarme Kost, zusätzliche Kalorienrestriktion und fettarme Ernährung bei gleichzeitiger Übergewichtigkeit und eine Motivationsbildung und Anleitung zu regelmässiger körperlicher Aktivität und Ausdauertraining, je nach Kondition und Gesundheitszustand durch regelmässiges Spazierengehen, Joggen, Radfahren oder Schwimmen.

Sofern diese Allgemeinmassnahmen auf Dauer keine hinreichende Blutzuckernormalisierung erreichen lassen, stehen verschiedene Medikamente zur Behandlung des Erwachsenendiabetes zur Verfügung. Mehrere Präparate in Tablettenform werden zusammenfassend als orale Antidiabetika bezeichnet. Zusätzlich kann auch im Falle des Erwachsenen-Diabetes eine Insulintherapie erforderlich sein.

Gemäss herkömmlicher Behandlungsstrategien kann zunächst versucht werden, ggf. über einige Jahre mittels oraler Antidiabetika eine hinreichende Blutzuckernormalisierung zu erreichen; zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Wirkung dieser Präparate nachlässt, kann die Behandlung auf Insulin umgestellt werden. Konventionell erfolgt die Behandlung mit Depot-Insulinen mittlerer Wirkungsdauer, welche ein- oder zweimal pro Tag verabreicht werden. Bei Erforderniss ist auch eine Kombination von Insulin und oralen Antidiabetika möglich.

Neuere Behandlungskonzepte propagieren hingegen auch beim Erwachsenendiabetes eine frühzeitige Umstellung auf Insulin, wenn nicht-medikamentöse Allgemeinmassnahmen keine ausreichende Blutzuckernormalisierung bewirken. Die Befürworter einer solchen frühzeitigen Insulinbehandlung gehen davon aus, dass sich auf diesem Wege spätere diabetische Folgekomplikationen, insbesondere gefässbedingte Schäden, mit höherer Effektivität vermeiden bzw. hinauszögern lassen. Änlich wie beim juvenilen Diabetes kann auch im Falle eines Erwachsenendiabetes die Insulinbehandlung nach Art einer sogenannten intensivierten Insulin-Therapie durchgeführt werden. Hier erhält der Patient eine tägliche Grundversorgung mit einem lang wirkenden Verzögerungsinsulin (Basalinsulin), und der Patient lernt, bei jeder Mahlzeit die jeweils erforderliche Menge eines schnell wirkenden Insulins (Altinsulins) zusätzlich zu injizieren.

 

Harnsäureerhöhungen

Die Harnsäure stellt ein Abbauprodukt des Purinstoffwechsels dar. Purine sind Bestandteil der Zellkerne in tierischen und pflanzlichen Zellen und werden folglich grundsätzlich mit der Nahrung aufgenommen. Der Purinanteil in der Nahrung ist allerdings unterschiedlich; besonders purinreich sind tierische Nahrungsprodukte, speziell Innereien wie Leber, Herz und Nieren. Im Falle eines gestörten Purinstoffwechsels entwickelt sich eine Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut (sog. Hyperurikämie).

Chronisch überhöhte Harnsäurespiegel können eventuell zu Gelenkschäden führen (Gicht, Arthritis urica). Besonders schmerzhaft verläuft der akute Gichtanfall. Hier ist meist eines der beiden Grosszehen-Grundgelenke betroffen; es entwickelt sich eine akute Entzündung des Gelenkes mit typischer Schwellung, Rötung und Druckschmerzhaftigkeit. Unter einer entzündungshemmenden medikamentösen Behandlung, bedarfsweise kombiniert mit lokaler Kühlung, klingt ein solcher akuter Gichtanfall in der Regel binnen einiger Tage ab. Neben dem akuten Gichtanfall kann eine chronische Gicht als Komplikation auch zu dauerhaften Gelenkschäden führen. Diese können auch andere Gelenke betreffen.

Abgesehen von Gelenkschäden können Harnsäureerhöhungen auch die Entstehung von Nierensteinen (Harnsäuresteinen) begünstigen. Auch kann es durch Ablagerung von Harnsäurekristallen im Nierengewebe zu einer Nierenentzündung (interstitielle Nephritis) mit chronischem Nierenschaden (Urat-Nephropathie) kommen.

Gefässbezogene Folgeschäden konnten im Unterschied zu Diabetes und Fettstoffwechselstörungen im Falle der Hyperurikämie bislang nicht sicher nachgewiesen werden.

Begünstigt wird eine Hyperurikämie durch Übergewicht, Alkoholkonsum und fleischreiche Ernährung. Die Basisbehandlung besteht daher in einem möglichst dauerhaften Verzicht auf purinreiche Lebensmittel und Alkohol sowie in einer Gewichtsreduktion. Zusätzlich ist in den meisten Fällen eine Verordnung harnsäuresenkender Medikamente notwendig.

 

Schilddrüsenfunktionsstörungen

Die Schilddrüse besteht aus zwei Drüsenlappen, welche in der Halsregion beidseits des Kehlkopfes tastbar sind. Eine abnorme Vergrösserung der Schilddrüse wird als Struma bezeichnet. Bei einer Gewebsvermehrung ohne Knotenbildung spricht man von einer diffusen Struma (Struma diffusa), falls zusätzlich Schilddrüsenknoten vorhanden sind, liegt eine Knotenstruma (Struma nodosa) vor.

Die Schilddrüse produziert zwei gleichartig im Organismus wirkende Schilddrüsenhormone, das Thyroxin (T4) und das Trijodthyronin (T3). Gesteuert wird die Aktivität der Schilddrüse von einem Hormon der Hirnanhangdrüse, dem sog. TSH. Die Schilddrüsenhormone sind an der Regulierung bzw. Beeinflussung zahlreicher Stoffwechselfunktionen und vegetativer Abläufe beteiligt. Insbesondere mit zunehmendem Lebensalter können Schilddrüsenerkrankungen entstehen, welche Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und verschiedene Organfunktionen nachteilig beeinträchtigen können.

Im Gesamtkonzept einer Anti-Aging-Strategie sollte daher auch dem Funktionszustand der Schilddrüse Aufmerksamkeit geschenkt werden, damit etwaige Funktionsstörungen dieses Organs frühzeitig erkannt und behandelt werden können.

Eine Schilddrüsenüberfunktion führt zu diversen möglichen Symptomen wie Gewichtsverlust, Durchfallneigung, Herzrasen und Arrhythmien, Blutdruckerhöhung, gesteigerter Nervosität, Schlafstörungen, Unwohlsein in warmen Räumen, Schweissneigung, Zittrigkeit der Hände. Zusätzlich begünstigen überhöhte Schilddrüsenhormone Blutzuckererhöhungen.

Mehrere Ursachen können einer Schilddrüsenüberfunktion zugrunde liegen. Im Falle von autonomen Adenomen führen übermässig hormonproduzierende Schilddrüsenknoten zur Überfunktion der Schilddrüse. Beim Morbus Basedow liegt andererseits eine generalisierte Überfunktion des gesamten Schilddrüsengewebes ohne Knotenbildung vor.

Zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion stehen verschiedene medikamentöse, nuklearmedizinische und operative Verfahren zur Verfügung. Die Art der Therapie richtet sich nach Ursache und jeweiligem Einzelfall.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion können Symptome entstehen, welche denen einer Schilddrüsenüberfunktion konträr sind. So besteht bei einer Unterfunktion der Schilddrüse oftmals eine Neigung zu Übergewichtigkeit, weiterhin Verstopfung, niedriger Blutdruck bei relativ langsamem Puls, vermehrte Müdigkeit und Schlafneigung, übermässige Wärmebedürftigkeit bei Neigung zu übersteigertem Frieren. Zusätzlich können teigige Gewebsschwellungen (Myxödeme) an Augenlidern, Beinen und anderen Körperstellen auftreten.

Auch einer Schilddrüsenunterfunktion können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Nach einer durchgeführten operativen Entfernung von Schilddrüsenanteilen kann eine Unterfunktion in Folge eines Mangels vorhandenen hormonproduzierenden Schilddrüsengewebes entstehen. Zusätzlich können mehrere entzündliche Erkrankungen der Schilddrüse zu einer Zerstörung von Schilddrüsengewebe mit nachfolgendem Hormonmangel führen. Diese verschiedenen entzündlichen Krankheitsbilder verlaufen teils relativ akut, teils aber auch schleichend fortschreitend über mehrere Jahre, so dass Patienten mitunter zunächst über längere Zeit unbemerkt eine allmählich zunehmende Schilddrüsenunterfunktion entwickeln können. Aus diesem Grunde sollte in jedem Falle unklarer, auch unspezifischer chronischer Beschwerden der vorbeschriebenen Art eine Unterfunktion der Schilddrüse diagnostisch ausgeschlossen werden.

Die Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion besteht in der ersatzweisen Verabreichung von Schilddrüsenhormonen in medikamentöser Form (Tabletten), welche den Mangel an Schilddrüsenhormon ausgleichen.

Vergrösserungen der Schilddrüse bei normalen Hormonspiegeln werden als euthyreote Struma bezeichnet. Es kann sich um diffuse oder knotige Strumen handeln. Zur Vermeidung einer noch weiteren Grössenzunahme können jodid- und / oder schilddrüsenhormonhaltige Medikamente verabreicht werden. Diese Präparate können auch eine gewisse Verkleinerung im Falle diffuser Strumen bewirken. Sofern grössere Strumen zu Verdrängungserscheinungen der Halsorgane mit hieraus resultierenden Beschwerden führen (z.B. Schluckstörungen oder Atemnot), kann eine chirurgische Entfernung der Struma ins Auge gefasst werden.

Zur Vorbeugung von Schilddrüsenerkrankungen sollte auf ausreichende Jodzufuhr geachtet werden. Zu empfehlen ist die Verwendung von jodiertem Speisesalz, ggf. im Falle eines Jodmangels die zusätzliche Gabe jodhaltiger Tabletten. Die Ernährung sollte Seefisch und Meeresfrüchte berücksichtigen, da diese natürliche Jodlieferanten darstellen.

Da auch vermehrte Stressbelastungen im Sinne eines psychosomatischen Geschehens Überfunktionen der Schilddrüse auslösen können, sollten solche Belastungsmomente nach Möglichkeit vermieden werden. Eine adäquate Behandlung von auftretenden Wechseljahrsbeschwerden trägt auch zur Vorbeugung einer möglichen Schilddrüsenfunktionsstörung bei, da die Wechseljahre unter anderem auch zu Erhöhungen der Schilddrüsenhormonspiegel führen können. Weitere Einzelheiten hierzu finden sich in den Kapiteln zu Wechseljahren und Hormontherapie.

 

Copyright: Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich,
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