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Psychologische Therapie

Gesundheit wird definiert als ein Zustand regelrechten körperlichen und psychischen bzw. seelischen Befindens. Während die hiesige Medizin in ihrer historischen Entwicklung auf Grund ihrer naturwissenschaftlichen Orientierung überwiegend Körper und Psyche getrennt betrachtet, hat die Medizin anderer Kulturkreise, speziell die traditionelle chinesische Medizin (TCM) den Menschen grundsätzlich in seiner körperlichen und seelischen Gesamtbefindlichkeit integrierend zu behandeln versucht. Erst in neuerer Zeit haben fortschreitende Erkenntnisse der Psychologie und Medizin die Psychosomatik als relativ junge Disziplin entwickeln lassen. Diese beschäftigt sich schwerpunktmässig mit den vielfältigen Wechselbeziehungen von Körper und Psyche.

Es ist gemäss psychosomatischer Erkenntnisse unbestritten, dass sich die psychische Befindlichkeit nachhaltig auch auf das körperliche Befinden auswirkt und umgekehrt eine beeinträchtigte körperliche Befindlichkeit die Psyche nachhaltig beeinflussen kann.

Da somit die körperliche und psychische Befindlichkeit letztlich untrennbar miteinander verwoben sind, sollte in einem ganzheitlich ausgerichteten Anti-Aging-Konzept auch die psychologische Betreuung angemessen berücksichtigt werden.

Körperlich aktivierende, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit steigernde Behandlungen wirken sich i.d.R. auch positiv auf die psychische Verfassung aus. Umgekehrt kann eine psychisch stabilisierende Behandlung auch zu einer Verbesserung des körperlichen Befindens beitragen.

In psychologischer Hinsicht können bei gegebener Notwendigkeit während einer Anti-Aging-Behandlung psychologische Einzelbetreuungen sinnvoll sein. Diese können wesentlich zur Lösung eventueller Konflikte, Ängste oder Depressionen beitragen und langfristig hilfreiche Änderungen zukünftiger “Weichenstellungen” bewirken.

Zusätzlich kann der Patient ggf. von psychologischen Gruppentherapien profitieren, in denen bestimmte Problemfelder in Gesprächen aufbereitet und Verhaltensänderungen eingeübt werden können. Der wechselseitige Erfahrungsaustausch innerhalb einer solchen therapeutischen Gruppe wird von vielen Patienten als zusätzlich hilfreich empfunden, da in der Gruppe oftmals erlebbar wird, dass man mit seinen Einzelproblemen nicht alleine dasteht.

Hinsichtlich Art der anwendbaren Behandlungsverfahren stehen verschiedene Therapieformen zur Verfügung, so z.B. die Verhaltenstherapie, die systemische Therapie und die Psychoanalyse. Bei zeitlich begrenzten klinischen Behandlungen hat sich die Verhaltenstherapie, ggf. im Zusammenwirken mit der systemischen Therapie besonders bewährt, da diese Methoden bereits bei einer begrenzten Anzahl von Therapiesitzungen wesentliche Besserungen bewirken können, zu deren Realisation die Psychoanalyse auf Grund anderer konzeptioneller Vorgehensweisen vergleichsweise wesentliche längere Therapiezeiträume erfordern würde.

Neben diesen auf spezifische definierte Problemfelder ausgerichteten Behandlungen können in geeigneten Fällen erlernbare Entspannungstechniken sinnvoll sein, welche insbesondere die Stressverarbeitung verbessern, psychisch bedingte übermässige Muskelverspannungen abbauen, vegetativ stabilisierend wirken und auch vorhandene Schlafstörungen günstig beeinflussen können. Zu diesem Zweck können beispielsweise Autogenes Training und / oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson erlernt werden.

Nicht immer müssen bei einer Indikationsstellung zur psychologischen Mitbetreuung tiefgreifende Konfklikte, Ängste oder Depressionen vorhanden sein. Für die Anliegen einer Anti-Aging-Behandlung ist nämlich wesentlich, dass Erkenntnisse existieren, denen zufolge die allgemeine Fähigkeit zu “positivem Denken” im Sinne einer positiven, von Optimismus und Zuversicht geprägten Lebensgrundeinstellung bereits aus sich selbst heraus einer langfristigen Gesunderhaltung des Organismus entgegenkommt. Weiterhin konnte in Studien gezeigt werden, dass intakte und stabile soziale Bindungen bzw. Kontakte lebensverlängernd wirken können. So ergab sich, dass Menschen in sozialer Isolation ein vierfach höheres Risiko für einen frühzeitigen Tod hatten als vergleichbare Personen mit stabilen Sozialkontakten. In gleiche Richtung weist eine Studie, die ergab, dass Männer, die eine gute Vater-Sohn-Beziehung hatten, seltener an Tumoren erkranken als vergleichbare Männer, bei denen eine solche Beziehung fehlte.

Eine mögliche Erklärung für diese Phänomene bietet die Psychoneuroimmunologie. Diese relativ junge Forschungsdisziplin untersucht die Wechselwirkungen zwischen Psyche und Immunsystem. Es bestehen Hinweise, dass eine psychische Stabilität unter anderem auch das Immunsystem stärkt, woraus sich eine verringerte Anfälligkeit für diverse Erkrankungen ableiten lässt.

Unter diesen Aspekten kann im Rahmen einer Anti-Aging- bzw. Longevity-Behandlung die Psychologie auch die therapeutische Rolle übernehmen, dem Patienten Hilfestellungen zur sozialen Verständigung und Kontaktfindung zu vermitteln, die sich auch langfristig positiv auf den körperlichen Gesundheitszustand auswirken und potenziell lebensverlängernd wirken können.

Wie in anderen Kapiteln dargestellt, ist eine langfristige geistige Aktivität im Sinne einer “Hirn-Fitness” auch als positiver Baustein für eine langfristige Gesunderhaltung zu betrachten, da eine hinreichende geistige Aktivität eine unabdingbare Voraussetzung darstellt, soziale Kompetenzen zu erhalten und tragfähige soziale Beziehungen zu knüpfen bzw. aufrecht zu erhalten. Auch hier kann die Psychologie hirnleistungsverbessernde Therapien zur Verfügung stellen (“Hirn-Jogging”).

Die diesbezüglichen ergänzenden physiotherapeutischen und medikamentösen Möglichkeiten werden in den Kapiteln zu Physiotherapie, Naturheilverfahren, Wechseljahren und Hormontherapie” dargestellt.

 

Copyright: Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich,
  Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182 3182

 

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